
1947 kam ich in Saarlouis zur Welt. Rund drei Jahrzehnte habe ich als Redakteur gearbeitet. Das Saarland verließ ich 1968 aus beruflichen Gründen, war zwölf Jahre in Unterfranken und mehr als zwanzig Jahre in Südhessen tätig. Im Sommer 2002 kehrte ich an die Saar zurück. Seit 2003 lebe ich wieder in meinem Heimatdorf Felsberg.
Nach meinem Fünfzigsten musste ich meinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Damit ich mit meiner Freizeit als Rentner etwas Sinnvolles anfange, schenkte meine Familie mir zum Geburtstag Malutensilien und einen Kursgutschein.
So wurde sehr schnell aus dem einstigen Journalisten ein Maler und Schreiber. Weil ich das Schreiben nicht sein lassen kann, verfasse ich ab und an ein Gedicht. Manchmal entstehen die Zeilen zu einem Bild, das ich gemalt habe.
Über Hermann Hesse fand ich zu C. G. Jung. Oft träume ich mich auf den Stern des kleinen Prinzen von Antoine de Saint-Exupery. Meine blaue Blume habe ich da aber noch nicht gefunden. In meinen Jugendjahren bescherte Hemingway mir meine bösen Blumen, heute male ich mir meine eigenen Gedanken auf die Blätter vor meinen Augen und denke dabei oft in den freizügigen Bahnen von Charles Baudelaire.
Als Maler fühle ich mich den Expressionisten, vor allem jenen aus der Brücke nahe. Meine Musik hat vor allem Beethoven geschrieben. Aber ich kann mir gut vorstellen, in blauen Tönen zu schwelgen während Debussys "La Mer" aufliegt - oder in Farben zu träumen während ich mich Dvoraks "Die Neue Welt" überlasse… Gemalt wird meistens zu Panflötenmusik.
Für mich ist Musik wirklich dieser Raum, in dem Töne und Stille einander begegnen. Und Farbklänge sind die harmonische Verbindung von Ausdruck und Schweigen. Deshalb bin ich in erster Linie ein Ausdrucksmaler.
Als solcher mag ich es nicht, wenn Leute in Kursen dazu angehalten werden, Bilder anderer nachzumalen. Mir ist wichtig, dass jede(r) seinen eigenen Ausdruck finden kann und das auch zeigt.
Ich halte mit meinen Empfindungen nicht hinterm Berg und erwarte Ähnliches von meinem Gegenüber.